Übersetzungen aus dem Deutschen ins Japanische haben so ihre Tücken, die es auch als Auftraggeber einer Übersetzung zu berücksichtigen gilt:

  • Metaphern (Bsp.: eine reine Weste haben; einen Wink mit dem Zaunpfahl geben; über den Jordan gehen; vom anderen Ufer sein; ...) können, wenn überhaupt, nicht wörtlich übersetzt werden. Der Übersetzer ist in solchen Fällen bemüht, eine entsprechende bildhafte und übliche Ausdrucksweise zu finden, doch gelingt dies eher selten.
  • Metaphorische Redewendungen entstehen aus dem kulturellen Kontext bzw. der Literatur (Bsp.: des Pudels Kern (Goethe); gerufene Geister nicht loswerden (Goethe)). Daß sie in einem anderen Kulturkreis nicht allgemeinverständlich sind, liegt auf der Hand.;-)
  • Absolut unmöglich ist es, Wortspiele zu übersetzen. Sie basieren in der Regel auf phonetischen Ähnlichkeiten oder Mehrdeutigkeiten (Bsp.: Rentierzucht ist rentabel - ein Rentier rentiert sich; sich damit abfinden, keine Abfindung zu bekommen), die bei der wörtlichen Übersetzung verlorengehen.
  • Werbetexte aus dem Deutschen ins Japanische zu übersetzen, ist meist nicht sinnvoll, da sie oft mit Metaphern, Wortspielen, Redewendungen und sonstigen kulturellen Kontextbezügen angereichert sind und in der Übersetzung nicht funktionieren. Zu berücksichtigen ist dabei auch der Mentalitätsunterschied zwischen den Kulturkreisen: Ein Werbetext, der für deutsche Ohren absolut seriös klingt, kann direkt übersetzt in Ostasien grob unhöflich und aufdringlich wirken und Ablehnung hervorrufen. Wir empfehlen daher in solchen Fällen, die Werbebotschaft den jeweils spezifischen Gepflogenheiten entsprechend neu zu formulieren und sind dabei nach Möglichkeit sehr gern behilflich.

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